Zusammenarbeit

Partnerschaften für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer – von gemeinsamen Projekten bis hin zu maßgeschneiderten Lösungen.

Über SAL

Einblicke in Mission, Werte und Forschungsaktivitäten sowie den Beitrag von SAL zur europäischen Innovationslandschaft.

DIVERGENT

Im Projekt DIVER­GENT werden Methoden und Algo­rithmen erforscht, die ein bidi­rek­tio­nales Laden von Elek­tro­fahr­zeugen unter Berück­sich­ti­gung der opti­malen Nutzung von erneu­er­baren Ener­gien und Konzepten zur Glät­tung von Last­spitzen im Netz ermög­li­chen.

Projektziele

Geparkte Elek­tro­fahr­zeuge (Electric Vehi­cles, EVs) stellen eine viel­ver­spre­chende Ressource für die Spei­che­rung fluk­tu­ie­render erneu­er­barer Energie dar. Smartes bidi­rek­tio­nales Laden (Smart Bidi­rec­tional Char­ging, SBC) – also der Austausch rele­vanter Infor­ma­tionen über Daten­ver­bin­dungen zwischen Fahr­zeug, Lade­sta­tion und dem lokalen Ener­gie­netz­werk – eröffnet in diesem Kontext die Möglich­keit, das gesamte Netz­werk lokal zu steuern, sodass durch die Nutzung der Fahr­zeug­bat­terie einer­seits Leis­tungs­spitzen auf Verbrau­che­r­e­bene (und indi­rekt auf konven­tio­neller Ener­gie­er­zeu­gungs­ebene) vermieden und ande­rer­seits „über­schüs­sige, vorhan­dene“ erneu­er­bare Energie optimal genutzt werden kann.

Im Rahmen von DIVER­GENT erfor­schen wir dezen­trale Entschei­dungs­fin­dungs­me­thoden und -algo­rithmen zur Unter­stüt­zung dieses intel­li­genten, bidi­rek­tio­nalen Ladens von Elek­tro­fahr­zeugen. Als Basis für die Erfor­schung unserer Entschei­dungs­fin­dungs­me­thoden werden sowohl klas­si­sche Entschei­dungs­al­go­rithmen sowie Ansätze auf der Grund­lage von „Multi-Agenten Rein­force­ment Learning“ (MARL) und/​oder anderen maschi­nellen Lern­me­thoden dienen. Im Kontext der Berück­sich­ti­gung einer umfas­senden Entschei­dungs­grund­lage beschäf­tigen wir uns in DIVER­GENT weiters mit den Berei­chen der Fahr­zeug­nut­zungs­si­mu­la­tion, der Model­lie­rung des EV-Nutzer­ver­hal­tens sowie des Ener­gie­ma­nage­ments, um insbe­son­dere rele­vante und entschei­dende Anfor­de­rungen der Stake­holder realis­tisch und effektiv abbilden sowie auswerten zu können.

Auf der Grund­lage unserer Ergeb­nisse wird ein Wech­sel­strom-SBC-Labor­de­mons­trator entwi­ckelt, aufge­baut und evalu­iert, der den bidi­rek­tio­nalen Energie- und Daten­fluss zwischen der EV-Batterie, dem OBC (OnBoard Charger), der auto­ma­ti­sierten AC (Alter­na­ting Current)-Lade­tech­no­logie und dem lokalen (Haus­halts-)Netz simu­liert.

Zusam­men­fas­send sollen im Zuge von DIVER­GENT folgende Ergeb­nisse erzielt werden:

  • Entschei­dungs­fin­dungs­me­thoden, die eine bidi­rek­tio­nale und dyna­mi­sche Steue­rung des Lade­pro­fils unter­stützen und in weiterer Folge
    • das Ener­gie­ver­brauchs­muster von Haus­halten/​Gebäuden, die mit bidi­rek­tio­nalen Lade­ge­räten ausge­stattet sind, opti­mieren und
    • Last­spitzen vermeiden, die durch gleich­zei­tiges Laden und Entladen von Elek­tro­fahr­zeugen verur­sacht werden.
  • Methoden zur Abschät­zung des Batte­rie­ge­sund­heits­zu­stands sowie zur Prognose der verblei­benden Batte­ri­en­ut­zungs­dauer, um die Bewer­tung und Vorher­sage der Auswir­kungen von bidi­rek­tio­nalen Lade­vor­gängen auf die Batterie zu ermög­li­chen.
  • Entwick­lung eines Labor-Demons­tra­tors zur Inte­gra­tion und Evalu­ie­rung der Soft­ware­pro­to­typen für (a) den Electric Vehicle Commu­ni­ca­tion Controller (EVCC) und (b) den Supply Equip­ment Commu­ni­ca­tion Controller (SECC).

Dieses Projekt wird im Rahmen des Zero Emis­sion Mobi­lity Programmes des Klima- und Ener­gie­fonds der Repu­blik Öster­reich, vertreten durch das Bundes­mi­nis­te­rium für Klima­schutz, Umwelt, Energie, Mobi­lität, Inno­va­tion und Tech­no­logie (BMK) kofi­nan­ziert.

Mehr Infor­ma­tionen: Zero Emis­sion Mobi­lity | FFG

Projekt­kon­sor­tium

Projekt-
fakten

Titel: Deci­sion-making and data-process­ing methods for Vehicle-to-Home power flow manage­ment (DIVER­GENT)

Programm: Zero Emis­sion Mobi­lity

Förder­geber: FFG – Öster­rei­chi­sche Forschungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft

Projekt­dauer: 24 Monate

Projekt­start: Oktober 2023

Ähnliche Projekte

Entdecken Sie weitere Projekte mit ähnlichen Schwerpunkten und Technologien.

AURORA

In Zusammenarbeit mit TDK Electronics hat Silicon Austria Labs (SAL) 2D-Mikrospiegel der nächsten Generation für AR/VR-Anwendungen entwickelt. Der Fokus lag dabei auf einem großen Sichtfeld, geringem Stromverbrauch und einer kompakten Bauweise. Die Bauelemente wurden als Prototypen mithilfe der 200-mm-PiezoMEMS-Technologieplattform von SAL realisiert….

CoRaLi-DAR

Im Rahmen des von der EU finanzierten CoRaLi-DAR-Projekts wird ein kostengünstiges, stromsparendes und zuverlässiges, fortschrittliches Sensor- und Entfernungsmesssystem als Plattform für den Automobilmarkt und darüber hinaus entwickelt. Ziel des Projekts ist es, sowohl funk- als auch lichtbasierte Sensorik in einem Modul zu vereinen und dabei die hochauflösenden Fähigkeiten von LiDAR sowie die hohe Zuverlässigkeit von RADAR unter widrigen Wetterbedingungen zu nutzen. Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)…

Digineuron

Das Projekt DIGINEURON beschäf­tigt sich mit neuro­mor­phen Ansätzen, um die Verar­bei­tung neuro­naler Netze in trag­baren elek­tro­ni­schen Systemen zu ermög­li­chen, begin­nend mit ereig­nis­ba­sierten und zeit­ko­die­renden digi­talen Archi­tek­turen….

Kontakt

Business Development
DI Heimo Müller
Head of Business Development
Graz
Projektleiter:in
Dr. Gleb Radchenko
Team Lead Trustworthy and Efficient Collaborative AI
Graz

Newsletter

Unser Newsletter Science & Stories bietet aktuelle Neuigkeiten, Forschungshighlights und spannende Einblicke
von Silicon Austria Labs – direkt ins Postfach.