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Über SAL

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CHAMP-ION Pilot Line Kick-Off

Villach, Öster­reich, 27. Mai 2026 – Das CHAMP-ION-Konsor­tium hat seine inter­na­tio­nale Eröff­nungs­ver­an­stal­tung in Villach, Öster­reich, abge­halten und dabei führende Inter­es­sen­ver­treter:innen aus dem gesamten euro­päi­schen Ökosystem der Quan­ten­tech­no­lo­gien zusam­men­ge­bracht. CHAMP-ION (Cham­pio­ning A Euro­pean Advanced Manu­fac­tu­ring Pilot Line of Ion-Traps) ist ein Pilot­li­ni­en­pro­jekt mit einem Volumen von 50 Millionen Euro, das mit Mitteln der Euro­päi­schen Union (Chips JU) sowie natio­naler und regio­naler Förder­stellen der betei­ligten Mitglied­staaten kofi­nan­ziert wird. Die Initia­tive zielt darauf ab, eine voll­stän­dige euro­päi­sche Wert­schöp­fungs­kette für Ionen­fallen-Chips zu entwi­ckeln, die Design, Mikro­fa­bri­ka­tion, Inte­gra­tion, Test und Vali­die­rung umfasst. Es sollen robuste, repro­du­zier­bare Ferti­gungs­pro­zesse etabliert werden, um Ionen­fallen-Tech­no­lo­gien vom Labor­pro­totyp zur indus­tri­ellen Seri­en­pro­duk­tion zu führen – mit dem Ziel, den Tech­no­lo­gie­rei­fe­grad 6 (TRL 6) zu errei­chen und die Grund­lage für eine künf­tige Groß­se­ri­en­pro­duk­tion zu legen. Koor­di­niert von Silicon Austria Labs (SAL), vereint die Initia­tive 21 Partner aus Öster­reich, Deutsch­land, Finn­land, Italien, Portugal und Tsche­chien in einem bran­chen­über­grei­fenden Konsor­tium aus Forschungs­ein­rich­tungen, KMU, Indus­trie­un­ter­nehmen, Metro­lo­gie­in­sti­tuten und Univer­si­täten.

Offene Pilot­linie für Indus­trie und Forschung: Stär­kung des euro­päi­schen Quan­te­nöko­sys­tems

Ionen­fallen-Systeme zählen zu den führenden Platt­formen für Quan­ten­com­pu­ting, Quan­ten­sen­sorik, Quan­ten­kom­mu­ni­ka­tion und Quan­ten­si­mu­la­tion. Der Übergang dieser Systeme vom Labor­pro­totyp zur indus­tri­ellen Seri­en­pro­duk­tion erfor­dert jedoch robuste Ferti­gungs­pro­zesse, Stan­dar­di­sie­rung und inte­grierte Liefer­ketten. CHAMP-ION begegnet diesen Heraus­for­de­rungen durch den Aufbau einer hoch­wer­tigen Pilot­linie (HQ-PL) für Ionen­fallen-Chips mit Fokus auf Repro­du­zier­bar­keit, Ausbeu­te­opti­mie­rung und Prozess­sta­bi­lität. Die Pilot­linie wird nach einem offenen Modell mit einem einzigen Zugangs­punkt betrieben und ermög­licht es Unter­nehmen, KMU, Start-ups und Forschungs­or­ga­ni­sa­tionen in ganz Europa, Fabri­ka­tions- und Test­dienst­leis­tungen in Anspruch zu nehmen. Die Anlage wird Multi-Project-Wafer-Läufe (MPW) und Pilot­pro­duk­tion unter­stützen, um Einstiegs­hürden zu senken und den Tech­no­lo­gie­transfer von der Forschung in die Indus­trie zu beschleu­nigen. Darüber hinaus werden stan­dar­di­sierte Process Design Kits (PDKs) und skalier­bare Inte­gra­ti­ons­rahmen entwi­ckelt, um zuneh­mend komplexe Quan­ten­sys­teme zu unter­stützen. Durch die Bünde­lung von Exper­tise in Mikro­fa­bri­ka­tion, Photonik, Elek­tronik, Metro­logie und Quan­ten­sys­temen strebt CHAMP-ION eine Stär­kung der euro­päi­schen Quan­ten­lie­fer­kette und indus­tri­ellen Wett­be­werbs­fä­hig­keit an. Die Pilot­linie wird mehrere Ionen­fallen-Archi­tek­turen unter­stützen, darunter Ober­flä­chen­elek­troden-, mono­li­thi­sche, gesta­pelte und MEMS-basierte Designs, um eine breite Anwend­bar­keit über verschie­dene Quan­ten­tech­no­lo­gie­platt­formen hinweg sicher­zu­stellen.

Chris­tina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs (SAL), sagte: „Wir sind stolz darauf, CHAMP-ION als wahr­haft euro­päi­sche Initia­tive zu koor­di­nieren, die führende Exper­tise aus dem gesamten Konti­nent zusam­men­bringt, um Europas tech­no­lo­gi­sche Souve­rä­nität im Bereich der Quan­ten­tech­no­lo­gien zu stärken. Durch den Aufbau eines offenen und skalier­baren Ionen­fallen-Ökosys­tems schaffen wir das Funda­ment für Quan­ten­ex­zel­lenz auf Welt­klas­se­ni­veau – made in Europe.“

Isabel Tausend­schön, CFO von Silicon Austria Labs (SAL), sagte: „CHAMP-ION ist eine wich­tige Inves­ti­tion in Europas künf­tige Wett­be­werbs­fä­hig­keit und schafft neue Chancen für indus­tri­elle Inno­va­tion, hoch­wer­tige Ferti­gung und resi­li­ente Liefer­ketten. Projekte wie dieses sind unver­zichtbar, um Spit­zen­for­schung in nach­hal­tige wirt­schaft­liche Wert­schöp­fung zu über­führen.“

Der öster­rei­chi­sche Inno­va­ti­ons­mi­nister Peter Hanke sagte: „Mit CHAMP-ION zeigt Europa, dass wir bei Schlüs­sel­tech­no­lo­gien wie Quan­ten­com­pu­ting nicht nur wissen­schaft­lich führend sein wollen, sondern auch indus­tri­elle Wert­schöp­fung gezielt in Europa aufbauen. Öster­reich über­nimmt dabei mit Silicon Austria Labs, Infi­neon Austria, Alpine Quantum Tech­no­lo­gies (AQT), der Univer­sität Inns­bruck und Pari­tyQC eine zentrale Rolle. CHAMP-ION stärkt unsere tech­no­lo­gi­sche Souve­rä­nität, schafft hoch­qua­li­fi­zierte Arbeits­plätze und bringt Spit­zen­for­schung schneller in indus­tri­elle Anwen­dungen. Gerade im globalen Wett­be­werb um Zukunfts­tech­no­lo­gien ist es entschei­dend, dass Europa eigene Ferti­gungs­ka­pa­zi­täten, resi­li­en­tere Liefer­ketten und Inno­va­ti­ons­öko­sys­teme aufbaut.“

Fähig­keiten der Pilot­linie und tech­no­lo­gi­scher Umfang

CHAMP-ION wird einen durch­gän­gigen indus­tri­ellen Work­flow bereit­stellen, der Folgendes umfasst:

Device Design und Process Design Kit; Mikro­fa­bri­ka­tion von Ionen­fallen-Chips; Photonik-, Elek­tronik- und MEMS-Inte­gra­tion; Metro­logie, Test und Vali­die­rung; Pilot­pro­duk­tion und Multi-Project-Wafer-Läufe.
Ein zentrales Ziel ist die Entwick­lung stan­dar­di­sierter PDKs und skalier­barer Inte­gra­ti­ons­rahmen, um die Inter­ope­ra­bi­lität in indus­tri­ellen und wissen­schaft­li­chen Ökosys­temen zu gewähr­leisten und künf­tige Systeme mit Tausenden gefan­gener Ionen zu unter­stützen.

Konsor­tium

Das CHAMP-ION-Konsor­tium umfasst 21 Partner:

Koor­di­nator: Silicon Austria Labs (SAL)
Indus­trie­partner: Infi­neon Tech­no­lo­gies Austria AG, Infi­neon Tech­no­lo­gies AG, Infi­neon Tech­no­lo­gies Dresden AG & Co. KG, Alpine Quantum Tech­no­lo­gies GmbH (AQT), Parity Quantum Compu­ting GmbH, Eleq­tron GmbH, neQxt GmbH, Qudora Tech­no­lo­gies GmbH
Forschungs­ein­rich­tungen und Univer­si­täten: VTT Tech­nical Re­search Centre of Finland, Univer­sität Inns­bruck, Johannes Guten­berg-Univer­sität Mainz, Univer­sität Siegen, Leibniz Univer­sität Hannover, Univer­sità degli Studi di Padova, Univer­sität Palacký Olomouc, ISI Tsche­chi­sche Akademie der Wissen­schaften, Inter­na­tional Iberian Nano­tech­no­logy Labo­ra­tory
Metro­logie-Insti­tute: Physi­ka­lisch-Tech­ni­sche Bundes­an­stalt (PTB), Isti­tuto Nazio­nale Di Ricerca Metro­lo­gica (INRIM)
Inno­va­tions- und Koor­di­na­ti­ons­un­ter­stüt­zung: AMIRES – Busi­ness Inno­va­tion Manage­ment Insti­tute Z.U.

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