Termin-Aviso

Forum Invent

Am 19. November 2018 findet im Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt das forum invent statt. Die Silicon Austria Labs ist mit einem Vortrag präsent.

Das forum invent ist eine kompakte Informations- und Diskussionsplattform rund um das Thema geistiges Eigentum und Patente. Seit 2014 referieren bei dieser Veranstaltungsreihe Expertinnen und Experten zum Thema und erzählen aus der Praxis.

Unter den Vortragenden in Klagenfurt finden sich Expertinnen und Experten des Österreichischen Patentamtes, der FFG Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, des aws Austria Wirtschaftsservice, der Anwälte Burger & Partner Rechtsanwalt GmbH sowie BRS – Bright Red Systems GmbH. Mag. Sonja Herzog, General Legal Counsel bei Silicon Austria Labs (SAL), referiert zum Thema "IPR-Konzepte am Beispiel der Silicon Austria Labs".

Die Veranstaltung wird durch den Verlag Holzhausen organisiert und von den Partnern BMVIT, Forschung Austria, aws, FFG, ABP, dem Österreichischen Patentamt, CTR Carinthian Tech Research sowie dem Silicon Alps Cluster unterstützt.

Eckdaten zur Veranstaltung

  • 19. November 2018, 15:00 - 18:00 Uhr
  • Klagenfurt | Lakeside Science & Technology Park Klagenfurt

Weiterführende Informationen & Anmeldung unter:

3 Fragen an Sonja Herzog

  • Warum sind IP-Strategien für ein Forschungszentrum wie Silicon Austria Labs so essentiell?

Ein Forschungszentrum produziert Wissen. Man kann auf dieses Knowhow keinen Aufkleber anbringen, der zeigt, wem das Eigentum gehört. Die Bewertung von geschaffener IP ist außerdem schwierig, da es meist keinen unmittelbar vergleichbaren Markt gibt. Auch der Schutz ist nicht immer einfach und meist auch teuer. Andererseits sind wir mit großen Erwartungshaltungen aus der Industrie und der Universitätslandschaft konfrontiert. Gleichzeitig muss ein Forschungszentrum darauf achten, nicht zu freizügig mit seinen IP-Rechten umzugehen, denn das ist schließlich das einzige „Produkt“, das es anzubieten hat und aus dem Wert lukriert werden kann. Daher ist eine strategische Herangehensweise unumgänglich.

  • Wo sehen Sie die Herausforderung bei der Entwicklung von IPR-Konzepten für die Silicon Austria Labs?

SAL steht in einem rechtlichen Spannungsfeld zwingender Gesetzesnormen, welche es notwendig machen, ein sehr differenziertes, auf das jeweilige Projekt zugeschnittenes IPR-Konzept am Anfang eines jeden Projektes zu entwickeln und abzustimmen, um auch mit den Forschungsgiganten wie Imec oder Fraunhofer mithalten zu können.

  • Gibt es ein allgemein gültiges „Patentrezept“ für die richtige Herangehensweise an das Thema IPR im Bereich der Forschung?

Einerseits bedarf es eines großen Erfahrungsschatzes, um beurteilen zu können, was erlaubt und möglich ist, andererseits ist es notwendig, zuzuhören, was die Forschungspartner wollen. Zu guter Letzt geht es nicht ohne eine ordentliche Portion Kreativität, um das zuvor Gesagte umzusetzen.

Zur Person

  • Sponsion an der Universität Wien 1999
  • Viele Jahre als Rechtsanwältin bei renommierten Kanzleien im Bereich Zivilprozessrecht tätig
  • Danach Inhouse-Juristin bei diversen international tätigen Handels- und Industrieunternehmen, zuletzt als Senior Legal Counsel bei der ams AG
  • Schwerpunkte: Immaterialgüterrecht, Beihilfen und internationales Vertragsrecht
  • Zahlreiche Weiterbildungen im Bereich Wirtschaftsrecht im In- und Ausland, u.a. an der University of Stanford (CA), St Gallen (CH), etc.