Erstes kooperatives SAL-Projekt startet

Am 24. Jänner 2019 fiel der offizielle Startschuss für das erste SAL Kooperationsprojekt: Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen Silicon Austria Labs GmbH (SAL) und ams AG (ams) startet das Projekt mit dem Titel „Bulk Current Injection (BCI) Modeling and Test“, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Elektronik (IFE) der TU Graz durchgeführt wird.

 

In diesem Projekt wird ein Modell entwickelt, mit dem Simulationen eines EMV-Messverfahrens bereits in der Designphase von Mikrochips ermöglicht werden. Zusätzlich führen wir Messungen mit diesem Verfahren an einem Chip als „Device under Test“ (DUT) in den Laborräumlichkeiten des Instituts für Elektronik (IFE) der TU Graz durch und stehen auch in kontinuierlichem wissenschaftlichem Austausch mit dem Institut.

»Durch die Anwendung des Modells in der Simulation wird die Anzahl der „Design-Cycles“ signifikant reduziert. Dies trägt dazu bei, dass eine höhere Effizienz im gesamten Entwurfsprozess von Halbleitern erzielt wird.«

- Dr. Bernhard Auinger, Head of Research Unit EMCC bei SAL

»Generelles Ziel ist es Designschwächen bzw. Optimierungsmöglichkeiten so früh wie möglich im Entwicklungsprozess zu erkennen. Die Bereitstellung virtueller Testumgebungen soll diese Aufgabe für den Entwicklungsingenieur standardisieren und letztendlich erleichtern.«

- Dr. Christian Stockreiter, Manager ESD & EMC bei ams AG

»Durch die Zusammenarbeit mit SAL ermöglichen sich am Institut für Elektronik völlig neue Forschungsinitiativen. Dadurch wird es uns zukünftig noch besser gelingen, die Industrie im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit von elektronischen Systemen durch gemeinsame Forschungen zu robustem IC- und Schaltungsdesign zu unterstützen. Neue Forschungsergebnisse werden somit noch schneller der wissenschaftlichen Community und schlussendlich auch der Industrie zugute kommen.»

- Prof. Dr. Bernd Deutschmann, Institutsvorstand des Instituts für Elektronik (IFE) der TU Graz

Modellierung von Messverfahren als entscheidendes Kriterium im Design-Prozess

Mit dem Bulk-Current-Injection-Messverfahren (BCI) können Störbeeinflussungen, die auf Kabel und Kabelbäume einwirken, in einer Testumgebung nachgestellt und deren Einfluss auf das angebundene Subsystem quantifiziert werden. Dieses Messverfahren durch Modellierung in der Simulation zur Verfügung zu stellen, ist dabei entscheidend.

Einen zusätzlichen Mehrwert bei diesem Modell stellt die freie Parametrierung von Typ, Aufbau und Länge des Kabelbaums dar: Folglich kann das Modell an Kabelbäume unterschiedlicher Ausprägung problemlos angepasst werden.

Das erste Projekt ist nicht nur Vorreiter in punkto kooperativer SAL Forschung, sondern auch offizieller Startpunkt für die EMCC* Forschungsaktivitäten der SAL. Zusätzlich ist auch eine Kooperation in der Grundlagenforschung im Bereich EMCC zusammen mit der TU Graz als wissenschaftlicher Partner geplant.
* EMCC = Electromagnetic Compatibility & Coexistence

Silicon Austria Labs (SAL) - Unfold the future.

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