MOTION

Partner Call offen bis: 26. November 2021

Projektstart: Q1 2022

Zielsetzung

Um die Zuverlässigkeit von Satellitenverbindungen zu erhöhen, werden in diesem Projekt Methoden zur Verbesserung der Erkennung und Geo-Lokalisierung von Störquellen entwickelt.

Störungen durch andere Sender sind eine signifikante Herausforderung im Satelliten-Sektor. Sollte zum Beispiel eine bezahlte Fernsehübertragung ausfallen, sieht sich der übertragende Anbieter ernsthaften Schäden sowohl in der öffentlichen Meinung als auch in Form finanzieller Forderungen ausgesetzt. Neue Technologien sind ein Hauptgrund für die zunehmende Relevanz dieser Problematik. Kleine, mobile VSAT Terminals, HTS Satelliten mit hohem Datendurchsatz, und insbesondere die zunehmende Zahl von Satelliten-Konstellationen im Orbit verschärfen die Situation zusehends. Um das Problem der Interferenz in den Griff zu bekommen, werden von verschiedenen Firmen Lösungen entwickelt, insbesondere in Form von Tools zur Geolokalisierung, die durch Interaktion mit einem oder zwei Satelliten die Quelle einer Störung identifizieren können. Die meisten dieser Systeme analysieren hierzu das Störsignal auf dem betroffenen Satelliten, in Verbindung mit einem zweiten, benachbarten Satelliten, der auf der gleichen Kommunikationsfrequenz, Polarisierung und abgedecktem Gebiet operiert. Die über beide Satelliten übertragenen Signale werden an zwei Überwachungsstationen konvertiert und digitalisiert. Aus der Korrelation beider Messwerte kann dann die Position ermittelt werden, von der die Störung ausgeht. Dies funktioniert recht gut für Störsignale stationären Ursprungs, wird jedoch nochmals schwieriger im Falle bewegter Sender. Die Geo-Lokalisierung eines nicht ortsfesten Störsignals erfordert zunächst die Verfügbarkeit von drei Satelliten mit gleicher Übertragungsfrequenz, Polarisierung und abgedecktem Gebiet, was die Erfolgsrate dramatisch reduziert.

Erwartete Ergebnisse

Im vorliegenden Projekt sollen Methoden entwickelt werden, um die Geo-Lokalisierung bewegter Störquellen mit Hilfe von zwei geostationären Satelliten (dem primären, von der Störung betroffenen und einem benachbarten) bzw. lediglich einem Satelliten zu ermöglichen.